Der Sommer geht, der Herbst kommt. Für das menschliche Immunsystem ist das eine echte Herausforderung. Kühlere Nächte, Temperaturschwankungen und beheizte Räume lassen die Schleimhäute im Hals-Nasen-Ohren-Bereich austrocknen und machen sie anfälliger für Infektionen. Husten, Schnupfen, Heiserkeit – das alles sind Anzeichen einer Erkältung oder einer Grippe. Abgesehen von Risikogruppen wie Kleinkindern, Schwangeren, älteren Personen und Menschen mit chronischen Vorerkrankungen (Asthma, Diabetes) muss man aber nicht immer sofort zum Arzt gehen. Aber es gibt Warnhinweise des Körpers. Wenn sie eintreten, ist der Besuch in der HNO-Praxis ratsam.
Das sind die Symptome, auf die Sie hören sollten: hohes Fieber (über 39 Grad Celsius), Schmerzen im Stirn- und Wangenbereich, Schüttelfrost oder ein drückendes Gefühl in der Brust beim Husten oder Atmen. Denn dann liegt der Verdacht nahe, dass die Erkrankung mehr als eine Erkältung ist, die meistens von Viren ausgelöst wird. Wenn das Immunsystem geschwächt ist, kann es sein, dass Bakterien oder andere Viren eine Superinfektion auslösen. Die Folge sind schmerzhafte Entzündungen des Mittelohrs, der Nasennebenhöhlen. Sogar eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung sind möglich.
Um das genau festzustellen, bedarf es einer ausgefeilten Diagnostik. Hier im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) des TUM Klinikums Laim arbeiten wir mit einem PCR-Panel, das über ein Dutzend Erreger erkennen kann. Wem der Begriff PCR bekannt vorkommt: Damit kann man auch SARS-CoV-2, also Corona-Viren, entdecken. Der Abstrich für ein PCR-Panel (wird auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt) hat viele Vorteile. Der Test schlägt schon bei geringen Erreger-Mengen an, und die Ergebnisse sind innerhalb von 24 bis 36 Stunden verfügbar. Diese schnelle Diagnostik sorgt dafür, dass die Behandlung des Patienten unverzüglich und aufgrund der Genauigkeit der Ergebnisse auch so zielführend wie möglich stattfinden kann.
Unser Rat: Zögern Sie nicht, wenn die oben geschilderten Symptome auftreten. Aber auch hier gilt eine alte Binsenweisheit. Besser nicht krank werden – und dafür können Sie auch in der gefährlichen Übergangszeit etwas tun. Beugen Sie vor durch bewusste Ernährung, nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich und das Wichtigste: viel Bewegung oder leichten Ausdauersport an der frischen Luft.